Geschichte des Herrenhaus

Das Herrenhaus mit seiner großen Freitreppe wurde Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Elbwiese unterhalb der damals bewirtschafteten Steinbrüche erbaut und ist mit der Eröffnung der 1. Ziegelei von Stadt Wehlen im Jahr 1834 Quellenkundlich erwähnt. Seit mehreren 100 Jahren bauten fleißige Steinbrecher an den felsigen Elbhängen Sandstein ab und verschifften das Material in die großen Städte. Auch das Dresdner Schloss und die Frauenkirche errichteten die Baumeister aus unserem Sandstein.

In den Wirtschaftsgebäuden rund um das Landschlösschen des Herrn stellten die Arbeiter Baumaterial aus Sandstein sowie Ziegel her. Früher nannte man das Anwesen die "Ziegelscheune". 1845 erlebte das Anwesen sein erstes großes Hochwasser.

Anfang des 20. Jahrhunderts zog das Haus am Malerwinkel viele Künstler aus Dresden und Umgebung auf die Elbwiese, da sich von hier aus ein phantastischer Blick über das Elbtal weitet. Schon vor 100 Jahren zog es die Sommerfrischler hinaus in die Stadt Wehlen. Die letzte private Eigentümerin vermietete Fremdenzimmer an die Gäste.

In der DDR-Zeit wurde das Haus lieblos heruntergewohnt. Das gewaltige Augusthochwasser 2002 schwemmte das alte Gemäuer leer. Nun konnte eine grundlegende Wiederbelebung des Herrenhauses durch die heutige Eigentümerin Karen Helling geplant und im Laufe von vier Jahren durchgeführt werden. Doch schon am 6. Juni 2013 wurde das Erdgeschoss des Herrenhauses erneut mit einer Fluthöhe von 1,60 m im den Inneräumen überschwemmt. Die Enten schwammen durch das durchnässte Haus. Es bedeutete einen Kraftakt und viel Optimismus die Flutschäden mit Hilfe vieler Helfer zu beheben und unter Beachtung nachhaltiger Massnahmen wieder aufzubauen.

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